10 Mai 2007

Mail an den Chefexperten Kuster

Während der IPA sind mir immer wieder Dinge aufgefallen, die mich am Ablauf der IPA gestört haben, auch diesem Grund, habe ich dem Super Chefexperten Kuster ein Mail gesendet:

Guten Tag Herr Kuster

Mein Name ist Michael Schmid, bin zurzeit im 4. Lehrjahr und habe gerade meine IPA abgeschlossen.

Während den Gesprächen mit meinem Experten (Franz Koch), habe ich erwähnt, dass meine Mitlernenden und ich unglücklich über den Aufbau und Informationsbeschaffung der IPA sind, er hat mir empfohlen Ihnen direkt ein Mail mit den Verbesserungen und Anregungen zu schreiben.

Ich selber habe vor einigen Wochen in der Berufsmaturitätsschule meine BMA (Berufsmaturitätsarbeit) abgeschlossen. Auch hier gab es, wie bei der IPA, Definitionen welche vorgeben wie die Arbeit aufgebaut werden muss etc. Verwöhnt von der Genauigkeit wie die Definitionen, in einem einzigen Dokument, geschrieben waren, bin ich über die Informationen, welche wir Lernenden für die IPA bekommen (oder eben nicht), sehr enttäuscht. Ich will es Ihnen genauer erklären:

Allgemein ist mir aufgefallen dass die Informationen in sehr vielen Dokumenten verteilt sind, dies ist sehr umständlich für die Lernenden. Denn bevor man wirklich mit der IPA anfängt, schaut man sich die PK19-Webseite an, liest verschiedene Dokumente durch und überfliegt alles. Bei Beginn der IPA will man alles nochmals durchlesen und findet ein Dokument auf der Webseite nicht mehr, man weiss allerdings, dass man über ein bestimmtes Thema schon mal was gelesen hat, doch findet den genauen Wortlaut in einem Text nicht mehr und ist sehr schnell verwirrt.

Oder es werden die gleichen Informationen in verschiedenen Dokumenten abgegeben, doch diese decken sich nicht und wiedersprechen sich.

So würde ich folgende Verbesserungen begrüssen:

1. Beim Besuch der pk19.ch Webseite befindet sich in der Mitte der Link „Direkter Link zu den Informationen zur Prüfungssession 2007“, doch allerdings finde ich genau diesen Link nirgends im Menü rechts. So finde ich diese einzelne Seite nie mehr, wenn ich mal irgendwo anders gewesen bin, ausser ich gehe zuerst auf die Startseite, wo sich der Link befindet.

2. Die Seite der diesjährigen Lehrabschlussprüfung (http://www.pk19.ch/_page110.htm) würde ich nach den verschiedenen Personen (Lernende, Fachvorgesetze und Experten) gliedern. Und nicht erst ab dem Titel FA „(Facharbeit)“, sondern schon zu Beginn. Denn beim Titel „Übersicht über die LAP“ oder „Allgemeines“ gibt es Informationen die einen Lernenden überhaupt nicht interessieren, so zum Beispiel die Datei „Info-Veranstaltung für Fachvorgesetzte“.

3. Ich finde, wie bereits oben erwähnt, es sehr schlecht und unübersichtlich, wenn die Informationen über verschiedene Dokumente verstreut sind. Ich würde es begrüssen, wenn es eine einzige Datei für den Lehrling gibt, in der alles (auch wirklich alles) enthalten ist was für den Lernenden wichtig ist. So sollte in die Datei „FArbeit.pdf“ alle wichtigen Informationen rein, wie z.B. „FAAblauf_2007.pdf“, „Erläuterung des ganzen Ablaufs mit PKOrg“, „FAExpertenbesuche_2007.pdf“, „Beispiele_zu_Arbeitsgebieten.pdf“. Klar wird die Datei dadurch ziemlich gross und muss jedes Jahr neu erstellt werden, doch sie enthält damit die wichtigsten Informationen für den Lernenden die er durchzulesen und zu wissenhat. So ist es mir z.B. passiert, dass als einziges in der Datei „FAAblauf_2007.pdf“, erwähnt wird, dass die IPA am letzten Tag bis 17.00 Uhr abgegeben werden muss. In der FArbeit.pdf, wird davon überhaupt nichts erwähnt. Dies finde ich ein kapitales Problem und man kann einem Lernenden nicht den Vorwurf machen, wenn er dieses wichtige Kriterium nicht beachtet hat, wenn es nicht in der Datei steht, welche Fett geschrieben sich auf der Seite befindet.

4. Auf der gleichen Seite gibt es für mich Informationen, die völlig überflüssig sind, so z.B. die Datei „Wegleitung_IPA.pdf“. Für einen Lernenden ist es nicht verständlich, warum Sie Gesetzestexte auf die Webseite packen. Wenn darin wichtige Informationen für einen Lernenden enthalten sind, sollten sie auch in das zentrale Dokument, sonst verwirren sie nur.

5. Die Datei „Beispiel für Aufgabenerfassungsmaske“ („IPA-Aufgabenerfassungsmaske.pdf“) finde ich völlig unnötig, denn nicht der Lernende erstellt die IPA Aufgabenstellung sondern der Fachvorgesetzte.

6. Daneben gibt es auf der Webseite verschiedene Dateien die eigentlich das selbe enthalten, so z.B. „LAP2007-Termine.pdf“ und „FAAblauf_2007.pdf“.

7. Wenn Links zu Dokumenten auf der Webseite existieren, sollten diese auch beschriftet werden, mit den Informationen die sie enthalten. So steht zwar eine Datei „FArbeit.pdf“, sogar noch fett geschrieben, doch nirgends wird erwähnt für was diese Datei ist und warum sie auch fett geschrieben ist.

8. Das Menü rechts finde ich allgemein schlecht gestaltet. So gibt es dort einen Titel „Chefexperten“, schon das Plural ist falsch, denn es gibt ja nur einen Chefexperten. Und wenn ich nur den Titel „Chefexperte“ höre, würde ich darauf schliessen, dass diese Informationen für den Chefexperten sind und nicht vom Chefexperten kommen. Doch genau darunter befinden sich Informationen die für einen Lernenden sehr interessant sein können.

9. Im Dokument FArbeit.pdf haben meine Kollegen und mich einige Dinge gestört:

a. Seite 3: Dort steht mehrmals, z.B. bei „Deklaration der Vorkenntnisse“ die Maximale Länge der einzelnen Punkte. Doch was macht ein Lernender nun wenn er wirklich viele Vorkenntnisse besitzt und alle aufzeigen will, dies aber mehr als eine halbe Seite umfasst? Nach diese Definition mit dem Wort „max“ beginnt der Lernende die Informationen zu verkleinern und zu kürzen, es sieht nicht mehr gut aus. Nach meinen Erfahrungen mit meinem Experten sind diese Angaben eher Richtwerte. So würde ich diese Informationen auch als Richtwerte definieren. Wie z.B. „ca. ½ Seite“.

b. Seite 4, „Websummary“: Im Dokument wird nicht vom Umfang der einzelnen Punkte im Websummary geschrieben, auch nicht über die Grösse des Bildes. Im LAP Worksflow (http://pkorg.pk19.ch/) steht allerdings, dass der 1. Teil 2-3 Sätze umfassen soll und das Bild Maximum 570 Pixel breit. Ich würde es begrüssen wenn diese Informationen auch im Dokument stehen.
Apropos Grösse des Websummary-Bilder: Unter dem Punkt „Summary“ im Worksflow steht eine Maximale Breite von 570 Pixeln, klickt man auf den Editier-Button um ein Bild herauf zuladen, steht dort eine Maximale Grösse von 640 Pixeln.

10. Kommen wir zum Bewertungsbogen. Ich finde es super, dass wir Lernenden Einblick in die genauen Bewertungskriterien bekommen, doch auch hier finden sich einige Dinge die nicht ganz klar sind:

a. Leitfrage 36, „Websummary“, Gütestufe 3, Punkt d: Hier wird von „max 1-2 Seiten“ geredet, ich finde diesen Ausdruck doch ziemlich schlecht, denn wie kann ein Bereich ein Maximum sein? Geben Sie lieber an: „Minimum 1 Seite, Maximum 2 Seiten“, so ist es klar und deutlich was gemeint ist.

b. Leitfrage 30, „Formale Vollständigkeit“: Hier wird das „Einhalten der formalen Vorgaben“ bewertet. Doch leider finden sich in der IPA Definition (FArbeit.pdf) keine genauen Definitionen was alles in der Dokumentation enthalten sein muss. Es wird in der Leitfrage erwähnt: „Inhaltsverzeichnis, Quellenverzeichnis, Druckdatum etc.“ In der IPA Definition unter dem Punkt „3.1 Umfang des Berichtes, Tipps“, wird nur „Aktuelles Datum in der Fusszeile drucken“ erwähnt. Uns fehlt eine genaue Auflistung, was alles in der Dokumentation enthalten sein muss, damit nach diesen Punkten gewertet werden kann.

11. Die beiden Deckblätter-PDF’s welche man unter „Dokumente“ im LAP Worksflow Tool herunterladen kann, sind nicht auf der A4-Seite zentriert, sondern oben links ausgerichtet und ein normaler Drucker kann nicht so nahe an die Ränder drucken, wie das PDF beschrieben ist.

Beim arbeiten mit dem LAP Worksflow Tool sind mir einige sehr gefährliche Dinge aufgetreten:

****** - zensiert, wir wollen doch nicht, dass jemand die Pkorg-Webseite hackt! ;)

Ich will Ihnen mit diesen Angaben nicht drohen, sondern ich will sie darauf hinweisen, dass nach meiner Ansicht das Worksflow-Tool schlecht und unprofessionell programmiert ist und es ein grosses Sicherheitsrisiko bietet. Ich habe Ihnen absichtlich nicht gesagt, wo sich die einzelnen Sicherheitslücken befinden, nur so viel: Es ist für jeden Lernenden, der ein wenig Ahnung von Javascript und HTML besitzt, möglich. Gerne unterbreite ich Ihnen eine genaue Aufstellung der einzelnen Probleme und Sicherheitslücken, auch wie sie funktionieren, doch leider ist die Welt nicht gratis.

Nun hoffe ich, Ihnen mit diesen Anregungen aus der Sicht eines Lernenden, für zukünftige Lernende einen bessern Ablauf zu ermöglichen und dass die Sicherheitsprobleme im Worksflow-Tool behoben werden.

Ach ja übrigens, falls Sie wieder die gleichen Folien bei der LAP Abschlussfeier wie letztes Jahr benutzen. Korrigieren Sie doch bitte den Fehler auf der „I love quality“-Folie.
Denn ein „Notitzen“ (ein „t“ zu viel) neben einem Spruch: „I love quality“ macht sich nicht so gut.

Freundliche Grüsse

Michael Schmid – Lernender Informatik Systemtechnik Siemens Schweiz AG

Mal schauen was er zurück schreibt, ich halte euch auf dem Laufenden

Greez Schnitzel